Bregenz Markenhandbuch

Eine Marke definiert sich aus den Werten, Bedeutungen, Bildern und Geschichten, die Menschen mit einem Objekt verbinden. In diesem Sinn sind auch Städte Marken: Paris, New York oder Wien stehen für Bedeutungen, die mehr sind als Häuser, Straßen, Plätze, Geschäfte und Verkehr. Städte haben eine Identität jenseits ihrer Funktionalität, eine emotionale Qualität abseits ihrer Infrastrukturen. Markenarbeit drückt die Identität, das Selbstverständnis der Stadt aus. Die Marke ist damit ein Vorschlag, Bregenz konsistent und konsequent zu kommunizieren. Die Marke wird zum Kompass, der Orientierung gibt. Kein Erlass, sondern eine Einladung, ein gemeinsames Selbstverständnis von Bregenz zu teilen und zum Leben zu bringen: ­wissend, was uns verbindet, und was uns von anderen unterscheidet.

Die Arbeit an der Marke Bregenz hat das Ziel, jene Werte, Bedeutungen, Bilder und Geschichten, die Bregenz ausmachen, auf den Punkt zu bringen. Markenarbeit geht damit im Grunde einer eigentlich recht alten Frage nach: Was ist unser Selbstverständnis? Was macht uns aus? Und quasi auf der Kehrseite der Medaille: was macht uns damit anders als andere Städte? Die Marke einer Stadt ist keine Werbe­kampagne, kein Slogan und kein Logo – sondern der Kristallisationspunkt ihrer Identität, der Ausdruck ihrer Einzigartigkeit.

Wie man eine Stadtmarke zum Leben bringt

Die Werkzeuge, die die Marke zum Leben bringen, sind im Entstehen. Dieses Markenhandbuch soll es ermöglichen, mit der Marke zu arbeiten, sie zu gestalten und sie weiter zu entwickeln. Wichtig ist dabei, dass das Markenhandbuch nicht das fertige Produkt „Marke Bregenz“ vorschreibt, sondern einen Rahmen anbietet, der zum Ausgangspunkt für die kollektive Kreation jener Geschichten wird, die die Marke Bregenz letztendlich ausmachen. Das Markenhandbuch ist kein Werkzeug zum Kontrollieren, sondern zum Kuratieren – mit dem Ziel, Resonanz zwischen Ort und Sinnbildern zu erzeugen. Außenauftritt und Selbstverständnis werden dabei parallel entwickelt, um sicherzustellen, dass Kommunikation nach außen und Identität nach innen auf denselben Werten basieren. Wissend, was uns verbindet und was uns von anderen unterscheidet.